Ich bin ja bereits seit dem Erscheinen der Apple Watch (Series 0) mit dabei – Smartgear war irgendwie immer etwas, das mich interessiert hat und ich somit gern ausprobiere. Bei der Apple Watch war das nicht anders, so hatte ich seinerzeit bereits ein Review zur Series 2 geschrieben – diese hatte ich bis vor kurzem auch noch in reger Nutzung.

Ich hatte seinerzeit geschrieben, das ich mir auch die Series 3 zulegen wollte. Dazu ist es nicht gekommen. Stattdessen habe ich erst jetzt auf die Series 5 gewechselt.

Ich habe die Series 2 nun insgesamt knapp 3 Jahre rege genutzt, bis zum Schluss war sie stets ein treuer Begleiter und hatte niemals technische Probleme oder ähnliches.

Warum also nun der Wechsel auf die Series 5?

Ich hatte bei den Nachfolgemodellen bisher immer das Gefühl, ich würde nicht wirklich etwas verpassen. Zu überschaubar waren die Neuerungen, als das ich direkt hätte zuschlagen bzw. upgraden wollen. Auch wenn mich die EKG-Funktionalität, die seit Series 4 an Bord ist, schon irgendwo gereizt hatte.

Kurzerhand habe ich dann diese Variante der Series 5 geordert – die gleiche Konfiguration wie schon bei Series 0 und Series 2 (Alugehäuse silber / Sportarmband weiß). Ich habe mir diesmal allerdings (erstmals) noch ein Armband dazu bestellt – das Sport Loop “Granatapfel” ist in Verbindung mit Alu/silber einfach eine tolle Farbkombi und hat es mir absolut angetan. ❤️

Sport Loop “Granatapfel”

Nach einem Tag kam die Watch dann auch schon eingetrudelt und wurde direkt gekoppelt.

Der Sprung auf die Series 5 war eher eine spontane Entscheidung. Und diese habe ich nicht bereut. Es ist tatsächlich ein Unterschied wie Tag und Nacht. Die Geschwindigkeit, mit der Apps geladen werden, ist kein Vergleich mehr zu Series 2. Blitzschnell werden diese geöffnet und sind dann sofort bereit, ohne Hängen, Ruckeln oder Verzögerungen.

Auch das Always-On-Display ist eine gefühlt wirklich sinnvolle Sache. Hatte man vorher immer ein wenig das Gefühl, man trägt einen Mini-Computer am Arm (den man erstmal einschalten muss), hat sich dieses Gefühl jetzt komplett gelegt und es fühlt sich (endlich) an wie eine Uhr – ja, wie eine Uhr (mit Extras).

Die neuen Ziffernblätter unterstützen hier entsprechend. Ich hatte bereits vorher nie wirklich viele Ziffernblätter selbst gestaltet und mich stets auf einige wenige beschränkt. Ziffernblätter, wie z. B. die Micky Maus, sind nichts für mich und viele empfinde ich persönlich einfach als zu überfrachtet, zu bunt oder zu verspielt. Ich mag es hier lieber minimalistisch und funktional und so treffen das neue “Meridian”-Ziffernblatt, sowie der “Infograph” (seit Series 4), bei mir voll ins Schwarze.

Aktuelle Ziffernblatt-Konfiguration

Wie man sieht, es ist eher überschaubar und ich habe aktuell auch nur 2 Ziffernblätter konfiguriert. Beide Ziffernblätter kann man übrigens mit einem schwarzen Hintergrund konfigurieren, mir gefällt der Hintergrund in weiß jedoch wesentlich besser und aufgrund des Always-On-Displays dunkelt dieser die Hintergründe bei Nichtnutzung automatisch ab.

Es gibt in beiden Zifferblättern genug Raum für Komplikationen – das ist etwas, was mir sehr wichtig ist, da ich eigentlich immer nur direkt in die Apps springen möchte, ohne erst groß in den Menüs danach zu suchen – gerade auch im Fitnessstudio wenn ich z. B. gerade auf dem Laufband bin und nur kurz einen Song skippen möchte.

Welche Apps nutze ich?

Die Einsatzszenarien haben sich bei mir nicht wesentlich geändert. So wird die Watch hauptsächlich für Notifications und bei sportlichen Aktivitäten genutzt, zeichnet währenddessen alles auf und liefert mir entsprechende Musik über meine AirPods. Ab und an ertappe ich mich aber neuerdings, wie ich öfter mal das “EKG” durchlaufen lasse und in der “Health”-App nachprüfe ob und wie mein Herz noch schlägt… bisher sind hier keine Verluste oder Auffälligkeiten festzustellen… 😁

Die ganzen Goodies wie Sturzerkennung, Warnung bei Herzrhythmusstörungen etc. sind natürlich alle eingeschaltet, man weiß ja nie…

Mein gesamter Haushalt ist seit einiger Zeit mit Hue-Lampen ausgestattet, hier bietet sich die App “Home” (oder auch die offizielle Hue-App) natürlich an. Das funktioniert sehr gut, auch wenn die offizielle App wirklich dringend mal eine Überarbeitung seitens Apple gebrauchen könnte. Es gibt dafür Alternativen, aber da ich auch Lichtszenarien als Widgets konfiguriert habe, kann ich diese auch direkt über die “Hue”-App starten – welche übrigens gern mal einen Neustart braucht, dann aber wieder reibungslos läuft. 🙄

‎Philips Hue
‎Philips Hue
Preis: Kostenlos

Neu habe ich mir die App “WaterMinder” zugelegt. Die Einstellungsmöglichkeiten sind wirklich vielfältig und auch die Anbindung zu “Health” funktioniert. Ich hoffe, mit einem der nächsten WatchOs-Releases liefert Apple selbst etwas in dieser Form mit (analog der “Atmen”-App) – eine einfache Erinnerung etwas zu trinken, denn nur darum geht es mir eigentlich. Das liefert die App auch einwandfrei. Und in den ersten Tagen habe ich tatsächlich auch noch die Eingabe, wieviel Wasser ich getrunken habe, vorgenommen. Aber nach und nach ertappe ich mich dabei, das mir das manchmal doch zu viel Aufwand ist – die schnellen Auswahlmöglichkeiten nach dem Reminder beginnen leider erst bei 250 ml… soviel kann ich selten auf einmal trinken und der dann nötige manuelle Aufwand rechtfertigt die genaue Erfassung für mich irgendwie nicht… und so bleibt der Ring halt meistens offen… 🤷‍♂️

WaterMinder-Notification
‎WaterMinder
‎WaterMinder
Entwickler: Funn Media, LLC
Preis: 5,49 €+

Die meistgenutzten Apps bei mir sind die folgenden:

  1. Aktivität
  2. Training
  3. Musik
  4. Herz
  5. Hue
  6. Timer
  7. WaterMinder
  8. Remote (für Apple TV)

Wie man sieht, viele Apps, außer den Standard-Apps, kommen bei mir nicht wirklich zum Einsatz – hier besteht für mich persönlich einfach auch nicht viel Bedarf. Twitter am Handgelenk oder das Lesen von Nachrichten-Magazinen… das ist nicht wirklich etwas für mich.

Momentan installierte Third-Party Apps

Twitter selbst hat die Unterstützung für die Watch offiziell auch lange eingestellt – eine, gar nicht mal so schlechte, Alternative gibt es übrigens trotzdem:

‎Chirp for Twitter
‎Chirp for Twitter
Entwickler: Will Bishop
Preis: Kostenlos+

Kurze Nachrichten von WhatApp oder ähnliches sind natürlich kein Problem, aber ganze Artikel oder Webseiten durchzulesen… möglich ist vieles, aber bei mir bleiben die Apps für sowas lieber ausschließlich auf dem iPhone.

Wonach ich allerdings noch suche ist eine App, die den Schlafrhythmus überwacht. Da gibt es einige und viele haben auch wirklich gute Bewertungen. Vielleicht bin ich da exotisch, aber ich trage die Watch beim Schlafen eben nicht, interessieren würde mich das Thema trotzdem… schauen wir mal… 🤓

Welche Größe ist die richtige?

Wie man nach kurzer Suche, u. a. auf YouTube, sehen kann, ist das eine Frage, die viele Menschen offenbar beschäftigt.

Ich hatte auch kurz darüber nachgedacht – ich hatte sowohl die Series 0, als auch die Series 2 in (den damals verfügbaren) 42 mm – die Series 5 gibt es jetzt mit Optionen für 40 mm und für 44 mm.

Hitzige Diskussionen sind die Folge, dabei ist das Thema eigentlich wirklich einfach. Ich hatte mich vorab bei Reddit eingelesen und die meisten Menschen, die bereits eine Series 5 in 44mm hatten bzw. diese anprobiert hatten, waren der Meinung, das diese gefühlt nicht größer ausfällt als die “alte” 42 mm Variante.

So ist es auch – und um es damit einfach zu halten: Wer (alt) die 42 mm Variante hat, sollte jetzt neu die 44 mm Variante nehmen (und umgekehrt) – die Armbänder sind weiterhin kompatibel. Wer ganz neu mit einer Apple Watch liebäugelt hat hier die freie Wahl – ich persönlich tendiere dazu anzunehmen, das die kleinere Variante (eher) für Frauen ist, aber wie alles im Leben – es ist Geschmacksache und wer sich absolut unsicher ist, welche Größe die richtige wäre bzw. persönlich besser gefällt, sollte vorher im Apple Store einfach mal beide Varianten ausprobieren.

Tut euch selbst den Gefallen und schaut euch die YouTube-Videos nicht unbedingt an – dort berichten Menschen in ellenlangen Monologen über ihren merkwürdigen Armumfang und empfinden selbst die 40 mm-Variante als “riesig”… das ist nicht wirklich hilfreich, von daher glaubt es mir: 44 mm klingt vielleicht erstmal groß, aber es wirkt am Handgelenk absolut nicht überdimensioniert. Nicht zuletzt deshalb, weil die Watch selbst auch ein wenig flacher geworden ist – und das sage ich als jemand, dessen Handgelenk/Armumfang absolut nicht überdimensioniert ist (siehe unten).

Fazit

Für mich hat sich das Upgrade gelohnt. Alles ist wunderbar schnell, super lesbar aufgrund des weiterentwickelten Bildschirms (nicht vergessen – ich komme von der Series 2!) und fühlt sich insgesamt absolut nicht (mehr) wie ein Spielzeug an. Wer affin für Fitness und Gesundheitsthemen ist kann hier absolut nichts falsch machen – wie schon mit den Vorgängermodellen im Grunde auch nicht. Mittlerweile wirkt es alles doch sehr ausgereift, durchdacht und fühlt sich in der täglichen Nutzung auch genauso an.

Wie sind eure Erfahrungen oder Upgradeoptionen? Welche Apps könnt ihr ggfs. empfehlen?


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