Viele Menschen arbeiten heutzutage, ähnlich wie ich auch, viel bzw. fast ausschließlich innerhalb der eigenen vier Wände.

In diesem Beitrag möchte ich mein Home Office ein wenig vorstellen – mit Focus darauf, was mir bei der Einrichtung wichtig war und worauf ich besonders geachtet habe.

Räumlichkeiten

Vielfach kommen ja heute Laptops zum Einsatz, die vom Arbeitgeber entsprechend gestellt werden um dann zu Haus genutzt werden zu können. Das ist bei mir ebenso der Fall.

Natürlich kann man nun annehmen, das man mit einem Laptop so flexibel ist und eben auch von der Couch oder aus dem Garten raus arbeiten könnte. Und natürlich ist das möglich, aber ist das auch sinnvoll?

Natürlich, wenn ich eine Telefonkonferenz habe und es Sommer ist, spricht sicher nichts dagegen, mit dem Laptop auch raus auf die Terrasse zu gehen und von dort aus zu telefonieren. Und auch die Lektüre von längeren Powerpoints oder Texten kann man sicherlich mal in bequemer Position vom Sofa aus erledigen.

Grundsätzlich bin ich jedoch der Meinung, das man auch einem Laptop einen festen Arbeitsplatz zuordnen und auch entsprechend nutzen sollte. Ein eigenes Zimmer, sofern verfügbar, bietet sich hier natürlich an. Sofern aus Platzgründen nicht verfügbar, tut es natürlich auch ein separater Schreibtisch in einer freien Ecke der Wohnung. Von einem “umherziehen”, oder dem Aufschlagen des Arbeitsplatzes am Küchentisch, würde ich abraten. Es sollten hier die gleichen Regeln gelten wie auch im regulären Büroalltag – d. h. eine feste Sitzmöglichkeit, auch mit der Option sich ein wenig “abzuschotten” (Kinderlärm etc.) sollte vorhanden sein.

Beleuchtung

Ich habe smarte Lampen und Lightstrips (Philips Hue) in meinem Home Office verbaut um verschiedene Stimmungen bequem und schnell per Stimme (bzw. Siri) einzustellen.

Für den allmorgendlichen Start habe ich eine Routine in Form eines bunten Lichtsetup eingerichtet, die jeden Morgen um 6:30 Uhr automatisch eingeschaltet wird. “Motown” ist ein eher bläulich angehauchtes Lichtthema und eignet sich für mich prima zum “wachwerden”, gerade im Winter, wenn es draußen noch etwas länger dunkel ist.

So sieht das ganze dann aus:

Lightsetup für die Morgenstunden

Per App kann ich natürlich noch weiter Lichtthemen, je nach Arbeitspensum oder -laune, auswählen:

Lichtthemen für das Home Office

“Lesen” benutze ich tatsächlich, wenn ich längere Foliensätze durchgehe, in Telefonkonferenzen schalte ich hin und wieder auf “Konzentrieren” um. Für den, der es lieber bunter mag, stehen natürlich auch diverse andere Lichtmöglichkeiten zur Verfügung.

In den sog. “Hue-Labs” gibt es allerdings noch ein weiteres Setup, dass ich hier kurz erwähnen möchte.

Hue Labs – “Living scenes”

Die “Living Scenes” steuern das Licht automatisch mit farbigen Übergängen, auch das ist sehr entspannend und sorgt zusätzlich für ein wenig “Bewegung” im Home Office. Für die verschiedenen Jahreszeiten gibt es hier unterschiedliche Lichtstimmungen, am besten einfach mal ausprobieren.

Herbststimmung im Home Office

Der richtige Stuhl

Da man ggfs. viel Zeit sitzend verbringt, ist die Wahl der richtigen Sitzgelegenheit elementar. Der Markt ist überschwemmt von Bürostühlen für jeden Geschmack und in jeder Preisklasse.

Ich habe viele (Büro)-Stühle ausprobiert und so richtig hat mir keiner gefallen. “Chefsessel” aus Leder haben eine relativ kurze Lebensdauer, sind groß und klobig und irgendwann löst sich das Leder ab und sie werden einfach nur noch unansehnlich. Damit habe ich genug Erfahrungen und ein solcher Stuhl sollte es in keinem Fall mehr sein.

Ich habe mich aufgrund von Empfehlungen daher für einen Gaming-Stuhl, ja, im Home Office, entschieden. Mit Stoffbezug. Der leistet mir nun seit mehreren Jahren gute Dienste und sieht nach wie vor aus wie neu. Er ist zudem verstellbar, auch in eine Liegeposition – nicht unbedingt das schlechteste, wenn eine Telefonkonferenz doch mal zum einschlafen ist. 😉

Mein Stuhl ist ein “DX Racer”, die Modellbezeichnung ist mir allerdings unbekannt. Aber ich bin sicher, vom gleichen Hersteller gibt es nach wie vor Gaming-Stühle zu kaufen.

IT-Equipment

Ich mag es minimalistisch, auch Telefone in Form von Tischgeräten sind daher für mich Relikte aus vergangenen Zeiten. Ich habe natürlich noch ein normales Telefon (Fritz!Fon), allerdings steht das im Wohnzimmer und nicht im Home Office.

Ich benutze sowohl auf meinem (privaten) Mac, als auch auf meinem Dienstrechner SIP-Clients für Telefonie, sowohl für Festnetz, als auch für Mobilfunk .

Auf dem Mac kommt hier bei mir, in Verbindung mit meinem IP-Anschluss, die App “Telephone” zum Einsatz, wird allerdings mehr und mehr durch mein iPhone abgelöst. “Face Time” bietet ja schon länger die Möglichkeit, Anrufe über ein iPhone im gleichen WLAN durchzuführen, das empfinde ich als sehr praktisch, gerade in Verbindung mit meinen AirPods.

‎Telefon
‎Telefon
Entwickler: 64 Characters
Preis: Kostenlos+

Auf meinem Dienstrechner (Windows) hingegen ist der “Cisco Jabber” installiert, ich benutze dafür ein separates Bluetooth-Headset, somit bin ich auch dort nicht an ein Kabel gebunden und muss nicht zwingend sitzen, sondern kann auch mal stehen oder ein wenig durch die Wohnung laufen.

Zukünftig plane ich, was leider in der Apple Welt nicht unbedingt einfach ist, das Bild des Windows-Laptops auf den Bildschirm des iMac zu spiegeln, damit ich den Laptop ggfs. in einer Schublade verstauen kann und somit noch etwas mehr Platz auf dem Schreibtisch habe. Das wird in Ermangelung von Remote Zugriff auf meinen Dienst-Laptop leider wohl eine etwas aufwendigere Geschichte werden, mal schauen…

Dekoration und Gadgets

Ein Home Office sollte nicht zur besseren Rumpelkammer werden, auch wenn ich derlei Szenarien teilweise aus dem Bekanntenkreis kenne. Da steht neben dem Schreibtisch noch der Heimtrainer und darunter stapeln sich Kartons. Fast wie im Keller. Davon bin ich persönlich kein Freund. Ebensowenig wie von übertriebener Deko.

Natürlich habe auch ich Dinge im Home Office, die mit meiner Arbeit eher weniger zu tun haben. Allerdings in aufgeräumter, unterhaltender und ergänzender Form. 😉

So zum Beispiel in bzw. auf meinem Wohnregal, dem einen oder anderen sicher auch aus dem Hintergrund meiner Videos bekannt:

Divoom Pixoo

Eine nützliche Ergänzung, die man auch auf dem Bild erkennen kann, ist der “Pixoo” von Divoom – ein digitaler Bilderrahmen (wenn man so will), aber mit mehr Möglichkeiten.

Hier zeigt er aktuell das Datum/Uhrzeit an und wechselt zwischendurch immer mal wieder auf das aktuelle Wetter. Geeignet wäre er auch, um an die Wand gehängt zu werden, ich wollte darauf allerdings verzichten, weil mich runterhängende Kabel doch stören. Somit wurde er nur aufgestellt.

Per App lässt sich der “Pixoo” steuern und man kann u. a. aus tausenden von Pixelgrafiken auswählen, eigene Grafiken erstellen oder auch einfach nur eine Laufschrift für Erinnerungen o. ä. erstellen. Auch ist es möglich, Benachrichtigungen anderer Apps, z. B. Snapchat, auf dem Pixoo anzeigen zu lassen. Für mich nützlich und eben auch eine schöne Ergänzung für das Home Office um vielleicht auch mal verschiedene Stimmungen darzustellen.

Der Pixoo wenn der Chef die nächste Gehaltserhöhung ankündigt (Symbolvideo) 😉

Pflanzen

Wie man oben auf den Bildern erkennt – ein wenig grün (oder auch bunt) darf es schon sein. Neben dieser Pflanze habe ich auf der Fensterbank noch eine Orchidee, die gibt das Blühen zwar aktuell auf, aber ihren Platz dort behält sie trotzdem.

Auf dem Schreibtisch, direkt neben meinem Mac, kommt zusätzlich noch eine – Achtung – Plastikblume zum Einsatz. Die habe ich irgendwann einmal geschenkt bekommen und kurzerhand in eine Vase verfrachtet. Kann man sicher auch durch eine lebende Pflanze ersetzen, aber ich wollte nicht unbedingt etwas mit Wasser direkt neben den Computern haben.

Kaum zu erkennen, aber ja – diese Pflanze ist nicht echt!

Frischer Wind

Bei mir nicht nur im Sommer gefragt – ein kleiner Ventilator. Ich dampfe ab und an in längeren Telkos und trotzdem mein Home Office über ein Fenster verfügt, kommt zusätzlich dieser kleine USB-Ventilator zum Einsatz.

Mini USB-Ventilator

Er hat 2 Stufen und läuft eigentlich durchgehend auf Stufe 1. Die Lautstärke nehme ich kaum noch wahr, er leistet gute Dienste, wenn eine frische Wicklung gerade wieder richtig Dampf auf die Coils bringt und darf bei mir somit nicht fehlen.

Bildergalerie

Zum Abschluss nun noch eine kleine Bildergalerie:

Ich hoffe, ich konnte dem einen oder anderen Leser ein paar Inspirationen oder Ideen für das eigene Home Office vermitteln. Eine gute Anlaufstelle für Ideen ist übrigens auch Pinterest – hier kann man ganze Stunden damit verbringen, sich die Einrichtung bzw. Gestaltung anderer Menschen anzuschauen, ich selbst habe mir dafür extra eine eigene Pinnwand angelegt.

Wenn jemand nun auch noch ein wenig schmunzeln möchte – bei T3n gibt es eine kleine Zusammenstellung lustiger Tweets mit Bezug zum Home Office.

Habt ihr ggfs. Ergänzungen/Anmerkungen oder Verbesserungsvorschläge? Was ist in eurem Home Office für euch elementar oder worauf habt ihr bei der Einrichtung besonders geachtet bzw. ist euch wichtig?


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