Ich hatte schon längere Zeit überlegt, mir einen Wassersprudler anzuschaffen. Nachdem ich neulich eine Reportage gesehen hatte, in dem die Wasserqualität von Leitungswasser mit normalem (gekauftem) Mineralwasser verglichen wurde, war es dann soweit und ich habe mir endlich einen zugelegt.

Ich war immer irgendwo der Meinung, normales Leitungswasser schmeckt einfach anders als das Wasser aus dem Supermarkt. Sprudel hin oder her.

Ich habe dann in einem Selbstversuch eine Woche lang getestet, ob das wirklich der Fall ist und nur (stilles) Leitungswasser getrunken. Nach ein paar Tagen konnte ich dann tatsächlich keinen Unterschied mehr zu (stillem) Wasser aus dem Supermarkt feststellen, wohlmöglich ist das, wie bei vielem, nur eine Frage der Einbildung resp. der Gewöhnung.

Ich mag Wasser allerdings lieber mit Sprudel. Entweder “Medium” oder “Classic” – also mit viel oder etwas weniger Sprudel (aber immer sprudelig)…

Somit habe ich dann angefangen mich mal umzuschauen. Was gibt es so an Geräten und was kosten diese? Natürlich bin ich direkt auf die Wassersprudler vom Marktführer “Sodastream” gestoßen und hatte mir diese auch etwas genauer angeschaut und einige Reviews/Testberichte dazu gelesen.

Was mir dort mehrfach auffiel war der Umstand, dass die Geräte offenbar allesamt (bis auf teuren Sprudler die mit Strom funktionieren) nicht wirklich “Classic”-Wasser, also mit viel Sprudel, hinbekommen. Das war für mich dann auch schon ein Ausschusskriterium – ich hätte zumindest gern die Option, auch mal zwischen “Medium” und “Classic” zu wechseln – damit fielen die Sodastream-Geräte dann für mich eben raus. Zumal ich eben auch ungern so einen hässlichen Plastikautomaten in der Küche stehen haben wollte und ein weiteres Gerät, das auf ein Stromkabel angewiesen ist, sollte es eben auch einfach nicht sein.

Dann bin ich auf den Aarke Carbonator II gestoßen. Auch für diesen gibt es zahlreiche Test’s zum nachlesen. Hier wurde weniger die Qualität und das Sprudelergebnis bemängelt, dafür eher der Preis und der Umstand, dass das Gerät ohne beigelegte CO2-Flasche kommt – diese ist z. B. bei Sodastream-Geräten offenbar immer im Standard-Lieferumfang dabei, hier nicht.

Der Aarke ist somit eben tatsächlich auch etwas teurer im Vergleich und in der Erstanschaffung – bei Amazon unterliegt er zudem auch noch massiven Preisschwankungen. Ich habe für das Gerät in der Ausführung in Silber 155,00 € bezahlt, einen Tag später lag der Preis wieder bei 189,00 € und jetzt (01.11.19) bei 181,40 €. Nun ja…

Gesamtpreislich kommt man damit, an meinem Beispiel, auf 155,00 € für das Gerät inc. 1 PET-Flasche. Für 23,00 € habe ich mir dann noch eine CO2-Flasche zugelegt, die gab es im Supermarkt. Zusammen kommt man somit bei knapp 200,00 € raus – je nach Tagespreis eben. In Summe ca. 50 -60 € teurer als ein vergleichbarer Sodastream (z. B. das “Chrystal”-Modell für ca. 130,00 €) das dann eben auch noch ein paar Extra-Flaschen (aus Glas oder PET) mitbringt. Jedoch – für ein Gerät aus Metall, das zumindest mir schon auf den ersten Blick eine bessere Langlebigkeit bescheinigt als ein vergleichbares (Plastik)-Gerät, nicht unbedingt zuviel – aber das mag jeder für sich selbst entscheiden.

Aarke Carbonator II

Nach der Bestellung kam der Sprudler dann auch zügig an. Hier ein paar Eindrücke:

Im Lieferumfang sind neben dem Carbonator und einer PET-Flasche noch eine Bedienungsanleitung und eine Ersatzdichtung, diese ist unten am Gerät eingelassen, enthalten. Um diese ggfs. bei Bedarf oder Verlust zu wechseln, kann man folgendermaßen vorgehen.

Die Inbetriebnahme ist eigentlich selbsterklärend, einfach den Co2-Zylinder einschrauben (handfest!) und schon kann es losgehen.

Das Gerät macht insgesamt einen wertigen Eindruck und ich kann keine der stellenweise doch sehr negativen Rezensionen bei Amazon nachvollziehen. Viele davon gehen offenbar auch auf eine Fehlbedienung zurück, hier hätte ein kurzer Blick auf die Website von Aarke geholfen – dort gibt es entsprechende FAQs.

Flaschen

Im Lieferumfang ist wie gesagt (leider) nur eine PET-Flasche enthalten. Glasflaschen gibt es leider nicht, auch wenn offenbar laut einigen Rezensionen die Glasflaschen von “MySodapop” in das Gerät passen sollen bzw. sich damit verwenden lassen – wenn man denn Wert auf Glasflaschen legen sollte. Ich möchte das nicht unbedingt ausprobieren, daher habe ich mir ein paar Tage später noch 2 weitere Aarke-PET-Flaschen dazu bestellt. Ich habe gern ein wenig kaltes (Sprudel)-Wasser auf Vorrat im Kühlschrank – somit mache ich morgens die 3 Flaschen voll und bis zum Abend sind diese dann meistens auch geleert, ohne das ich ständig nachfüllen muss.

Die Flaschen haben ein aufgedrucktes Haltbarkeitsdatum und sollten danach entsorgt und durch neue ersetzt werden. Offenbar lösen sich im Laufe der Zeit Plastikbestandteile heraus und es besteht wohl die Möglichkeit, das sich Bakterien in den so entstandenen Hohlräumen einnisten… ich bin kein Biologe, aber für 3 Jahre ist ja nun auch erstmal Ruhe.

Die Flaschen sind übrigens BPA-frei, somit sehe ich auch kein Problem in der Nutzung bzw. im Verhältnis zu Glasflaschen (geschmacklich kann man natürlich darüber streiten).

Die Kurse schwanken übrigens auch hier erheblich – ich konnte Preise zwischen 17,00 € und 28,00 € ausfindig machen, also lohnt sich auch hier ein kurzer Vergleich, sollte man mehr als eine Flasche benötigen.

Sprudelergebnis

Wie ich oben bereits beschrieben habe, ich mag Wasser sprudelig, mindestens “Medium”, gern auch mehr (“Classic”). Lt. Anleitung soll man 3 x den Hebel betätigen um “Classic”-Wasser zu bekommen, das habe ich natürlich getestet:

Aarke Carbonator II – “Classic”-Water-Modus

Vom Ergebnis her für mich absolut top, das Wasser ist mehr als “Classic” und ich habe absolut nichts zu bemängeln, mehr Sprudel geht nicht.

Die Kohlensäure wird sehr gut gehalten und die Flaschen sind absolut dicht. Um das zu testen, hatte ich eine Flasche 2 Tage testweise (kopfüber und liegend) im Kühlschrank gelagert.

Fazit

Ich kann das Gerät uneingeschränkt empfehlen – der Carbonator tut das wofür er gemacht wurde – er sprudelt Wasser, ohne das man dabei irgendwo Abstriche machen oder sich umgewöhnen muss. Ob und wie das den Preis rechtfertig, muss jeder für sich selbst entscheiden.


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