Themewechsel und Gutenberg-Plugin

Öfter mal etwas neues ausprobieren, stets aufgeschlossen sein für neue Dinge, auf der Stelle stehen bedeutet irgendwann den Rückfall – ja, genau so ist das! Da ich stets gegenteilig unterwegs war und bin, hatte ich mich nach dem letzten WordPress-Update (4.9.8) zum ersten Mal mit dem Gutenberg-Editor, resp. dem Plugin, beschäftigt und mich ein bisschen eingelesen. 

Die Ankündigung, das Plugin bzw. den Editor zu testen war nun auch nicht unbedingt klein gehalten, da fiel es entsprechend schwer, die Ankündigung einfach zu ignorieren. 

Gutenberg-Ankündigung im WordPress-Dashboard

Was ist der Gutenberg-Editor?

Kurzgesagt löst dieser neue Editor (bzw. soll er das tun) den bisherigen, klassischen Editor, mit WordPress 5.0 ab. Ich denke, das der Release gegen Ende des Jahres erfolgen wird. Und da ich nicht bis zum Ende bzw. Anfang warten wollte, hatte ich mir jetzt eben schon die Zeit genommen, um zu schauen ob mein Theme soweit kompatibel ist oder eben auch nicht. 

Leider war es das nicht überall. Aber dazu vielleicht schon am Anfang etwas grundsätzliches: ALLE Inhalte, auf Seiten oder Beiträgen, werden bzw. wurden 1:1 in die neuen, sog. „Blocks“ übernommen. Verwendet man also den Gutenberg-Editor in einem (alten) Beitrag, sieht das ganze dann, verkürzt, so aus: 

Der „Classic“-Block im Gutenberg-Editor

Der (alte) Editor wird übrigens nicht verschwinden – er steht auch mit Release von WordPress 5.0 als Plugin zur Verfügung. Aber wie gesagt, warum alte Dinge weiter nutzen… bei dem Groß meiner Beiträge hat es zumindest überall funktioniert und die Formatierung war weiterhin korrekt bzw. wurde entsprechend übernommen.

Trotzdem hatte ich einige Probleme nach der Umstellung auf das neue Theme – auch wenn dieses voll kompatibel zum Gutenberg-Editor ist. Schuld war hier weniger der Editor, sondern vielmehr der Aufbau meines alten Themes. 

Dieses hatte z. B. eine Option (per Plugin), Vorschaubilder gegen Videothumbnails auszutauschen, auch wenn ein entsprechendes Vorschaubild gesetzt wurde. Hierzu wurde einfach nur die Video-URL eingegeben und fertig (Beitragsformat: Video). Das war in Gänze (natürlich) nicht kompatibel, da die URL nicht im Quelltext vorkam und somit auch nicht in den „Classic“-Block übernommen werden konnte. Und somit musste ich tatsächlich alle Beiträge, eben jene die auf meine YouTube-Videos verweisen, manuell anpassen und die Videos hier, mit einem entsprechenden „Video“-Block, neu einbinden. 

Ich hatte den Editor bereits ein paar Tage getestet, somit war das jetzt, in meinem Fall, kein wirklich großer Aufwand. Aber Blogs, die wirklich viele Beiträge haben bzw. deren Unterbau für Vorschaubilder etc. durch Plugins o. ä. realisiert wird, dürften es hier schon schwieriger haben, gerade wenn auch Optionen für verschiedene Beitragsformate genutzt werden. Aber noch ist nichts final – und man arbeitet daran, viele Plugins zu betrachten um einfache 1:1 Übergänge zu ermöglichen, da ist also zumindest noch Luft. 

Warum habe ich gewechselt?

Mir hat mein altes Theme durchaus gefallen, so war es nicht. Ich mag es gern minimalistisch. Ich brauche eigentlich keine Sidebars und Widgets. Ich hatte einfach, im Zuge des Testens, im WordPress-Verzeichnis geschaut, was an Themes für Gutenberg so verfügbar ist. Und dabei bin ich u. a. auf das folgende Theme gestoßen (und das ist es ja dann auch geworden). 

Atomic Blocks
Atomic Blocks Theme

Das Atomic Blocks Theme sieht fast 1:1 so aus wie mein bisheriges. Daher habe ich es einfach mal getestet und nach kurzer Zeit war dann auch klar, das ich kurzerhand auf dieses Theme umstellen werde. 

Das Schreiben bzw. Formatieren mit dem Gutenberg-Editor ist wirklich erheblich einfacher als mit dem bisherigen Editor. Und es funktioniert, ich hatte keinerlei Abstürze oder ähnliches – ich bin nun aber auch kein Power User, ich nutze die Dinge die verfügbar sind und da ist, bisher, mehr als genug für mich dabei – zumindest was die jetzt schon nutzbaren Blöcke angeht – mir fehlt eigentlich nichts. 

Zusätzlich gibt es vom Auto des Themes auch noch ein Plugin mit erweiterten Blöcken für den Editor.

Atomic Blocks – Gutenberg Blocks Collection
Atomic Blocks Plugin

U. a. ist dort auch ein Block für das schnelle Erstellen von Profilkarten verfügbar. Dieses habe ich z. B. auf meiner „About“-Seite verwendet. Gedauert hat das keine 5 Minuten. Auch Dinge wie das Einbetten von Inhalten externer Quellen geht wirklich mühelos, ohne Plugins oder Probleme mit der Formatierung. Und, da war ich ein wenig erstaunt, auch iFrames werden erkannt und nahtlos eingebunden – das auf dem aktuellen Weg zu machen ist ja, wenn man nicht unbedingt basteln möchte, beinahe ein Ding der Unmöglichkeit. Aber das kann jeder für sich selbst ausprobieren, hier kann man den Editor auf Herz und Nieren testen wenn man ihn nicht installieren oder in einer Produktivumgebung einsetzen möchte. 

Bei mir wird das sicherlich nicht das letzte Theme bleiben. Aber ich werde zukünftig nur noch solche einsetzen, die den Editor entsprechend unterstützen. Noch ist die Auswahl an Themes recht überschaubar, zumindest an kostenlosen. Aber ich denke, das wird sich gegen Ende des Jahres dann recht zügig ändern. 

Das neue Theme muss ich hier und da noch ein wenig aufhübschen bzw. CSS-Anpassungen vornehmen, aber ansonsten hat es Out-of-the-Box wirklich sehr gut funktioniert. 

Werdet ihr wechseln oder bleibt ihr, so lange es geht, bei dem klassischen Editor? Habt ihr eure Seiten bereits umgestellt oder seid noch am Testen?

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