Da ich sportlich ja doch sehr aktiv bin, dachte ich es wird einmal Zeit in diesem Beitrag die von mir aktuell genutzten Supplemente vorzustellen und zu beschreiben warum ich diese verwende.

Aber was sind denn eigentlich Supplemente bzw. ist eine Supplementation?

Wikipedia beschreibt dies wie folgt:

Unter Supplementation oder Supplementierung (von lateinisch supplere: ‚Äěerg√§nzen, ersetzen‚Äú) versteht man die gezielte und erg√§nzende Aufnahme einzelner N√§hrstoffe neben der gew√∂hnlichen Nahrung. Traditionell erfolgt dies zur Behandlung von Mangelerkrankungen sowie in Zeiten au√üergew√∂hnlicher k√∂rperlicher Belastung (z. B. Schwangerschaft, Stillzeit, Leistungssport).

Schon gleich zu Beginn noch ein Hinweis: Dieser Beitrag erhebt keinen allgemein-g√ľltigen Anspruch – jeder ist individuell und muss f√ľr sich selbst die richtigen Supplemente bzw. grunds√§tzliche Herangehensweise finden – ich beschreibe hier ausschlie√ülich meine Ansicht(en).

Welche Supplemente nutze ich also nun? Wir beginnen mit denen, die ich tatsächlich täglich konsumiere:

Zink

Ich nehme t√§glich 25mg direkt nach dem Aufstehen (auf n√ľchternen Magen). Damit habe ich allerdings bereits schon lange vor meiner Fitnesszeit begonnen. Der Hintergrund hierbei ist das ich (relativ) wenig Nahrungsmittel esse in denen Zink vorkommt und Sport, sowie das zugeh√∂rige Schwitzen, tragen eben auch nicht zum Erhalt bei, eher im Gegenteil.

Ich hatte vor ein paar Jahren mit einer hartn√§ckigen Erk√§ltung zu k√§mpfen, das war auch der Hauptgrund (vermutlich Zinkmangel) warum ich, testweise, einfach mal ein einfaches Produkt aus dem DM ausprobiert hatte. Es wurde relativ schnell, merklich, besser und ein angenehmer Nebeneffekt sind die Auswirkungen auf Haut, Haare und N√§gel, zumindest ich bemerke das mir Zink diesbez√ľglich gut bekommt und sichtbare Ergebnisse liefert. Allerdings nicht in Bezug auf Sport, aber wie bei vielem scheiden sich hier die Geister – die einen nehmen Zink explizit als Sportsupplement, und es mag sicher Gr√ľnde daf√ľr geben, die anderen, wie ich, eben aus anderen Gr√ľnden und nicht als (reines) Sportsupplement.

Mehr Informationen zu Zink und warum die Supplementierung ggfs. sinnvoll sein kann sind in dieser FAQ beschrieben.

Reisprotein

Der Must-Have Proteinshake nach dem Training darf nat√ľrlich nicht fehlen. Ich gehe zwei bis dreimal die Woche ins Fit, den Shake gibt es trotzdem t√§glich, auch weil er schmeckt und zwischendurch als kleine Mahlzeit durchaus auch satt macht.

Ich persönlich verzichte allerdings auf Shakes aus Molkeprotein. Ich hatte ein paar Produkte ausprobiert, bekommen sind sie mir allerdings alle irgendwie nicht. Das lässt sich schwer beschreiben, ich vermute mein Magen kann eben mit Milcheiweiß nicht so gut umgehen und daher habe ich irgendwann nach einer vegetarischen Alternative gesucht (und gefunden).

Somit bin ich zwischenzeitlich bei Reisprotein angelangt. Das bekommt mir sp√ľrbar besser und die „Nachteile“, insbesondere der oft angesprochene „sandige“ Geschmack sind bei mir verflogen und ich muss mich nicht zusammenreissen um den Shake runterzubekommen.

Auch hierbei werden sich die Geister scheiden, der eine schwört drauf, der andere kann mit Veggie-Protein gar nicht, alles Geschmacksache.

Einen kleinen Vergleich verschiedener Reisproteine gibt es √ľbrigens hier.

Weitere Supplements, die ich f√ľr sinnvoll halte, aber nicht t√§glich konsumiere, sind die folgenden:

Creatin

Creatin benutze ich tats√§chlich nur alle 6 Monate f√ľr einen Zeitraum von 6 Wochen in einer Dosierung von 5mg t√§glich, eingemixt in den Daily-Shake.

Wer Creatin nicht kennt: Creatin erh√∂ht den Kraft- und Muskelzuwachs, auch durch Wassereinlagerung in die Muskeln – das war die Kurzfassung. Ich pers√∂nlich setze es ein wenn ich Gewichtsseitig stagniere und eine weitere Steigerung durch Training nicht m√∂glich ist (bzw. daf√ľr habe ich es urspr√ľnglich eingesetzt).

In der Zeit, in der ich Creatin zum Shake dazugebe, nehme ich ca. 5 kg zu und man sp√ľrt schon das mehr „Power“ vorhanden ist und sich 80 kg pl√∂tzlich nicht mehr nach 80 kg anf√ľhlen. Somit kann man dann ggfs. auch mit 85 kg arbeiten und Muskeln neue Wachstumsimpulse geben.

Nach dem Absetzen, wie gesagt, bei mir 6 Wochen, verliere ich von den 5 kg meist wieder 2 kg, erhalten bleibt allerdings die Muskelkraft.

Ich habe oft gelesen, das viele auch Creatin t√§glich einnehmen und auch eigentlich nichts dagegenspricht. Ich pers√∂nlich werde allerdings bei meiner 6-monatigen „Kur“ bleiben.

Mehr zu Creatin und den Vor- und Nachteilen gibt es hier.

Booster

Das witzigste was ich zum Thema Booster mal gelesen habe war das man sich einfach ein bis zwei Redbull vor dem Training reinpfeifen soll, das w√ľrde es genauso bringen.

Ich musste zuerst schmunzeln, aber ein F√ľnkchen Wahrheit ist wohl doch drin. Ich habe 3 verschiedene Booster ausprobiert und was sie alle gemeinsam haben ist das sie, bedingt durch den meist hohen Anteil an Arginin, die Adern rausquellen lassen (ja, das ist mir tats√§chlich als erstes aufgefallen…).

Kraftseitig konnte ich tats√§chlich keinen gro√üen Vorteil sehen, au√üer das man, bedingt durch den ebenfalls hohen Koffeeinanteil, eben „fitter“ oder besser, ausgeschlafener, wirkt und mit ein wenig mehr Elan dabei ist. Aber das soll ja dann auch irgendwo der Sinn sein.

Um das abzuk√ľrzen: Ich habe noch eine Packung verf√ľgbar, der Einsatz beschr√§nkt sich allerdings auf Tage an denen ich tats√§chlich irgendwie „kaputt“ bin und wenig Ansporn habe, durch den kleinen Kick kann man dann die 90 Minuten doch irgendwie hinter sich bringen und das Training durchziehen (You all know: „Never miss Legday!“).

Dauerhaft w√ľrde ich Booster allerdings nicht benutzen und/oder empfehlen.

Was benutzt ihr so bzw. könnt ihr empfehlen oder macht ihr ggfs. anders?